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Ein aufgeräumter Schreibtisch ist gerade im Moment essentiell um beim Homeoffice nicht im Durcheinander zu versinken. Mein Mann Christoph (lerne-smart.de) sitzt viel am Schreibtisch und hat zu diesem Thema einen Gastbeitrag für euch geschrieben. Hier kommen acht Tipps für einen aufgeräumten Schreibtisch!

Den Schreibtisch aufräumen leicht gemacht, wie geht das? Hier sind acht Tipps.

Wer kennt das nicht, der Schreibtisch versinkt immer schneller im Chaos, als man aufräumen kann. Aber wie ist es nun leicht den Schreibtisch aufzuräumen? Meine einfache Antwort, erst gar keine Unordnung entstehen lassen. Ich spreche hierbei aus leidiger Erfahrung und habe nun so einige Schreibtische durch. Im Grunde waren alle Schreibtische von IKEA aber alle hatten den selben Mangel, sie hatten zu viel Stauraum. Als Kind wurde mir immer beigebracht ich müsse viel Aufbewahrungsmöglichkeiten haben, damit ich meine ganzen Sachen unterbringen könnte. Als ich erwachsen wurde habe ich aber erkannt, dass es nicht sinnvoll ist, möglichst viel Platz zu haben, um alles Mögliche unter zu bringen. Vielmehr ist es besser weniger Stauraum zu haben, da man so gezwungen ist, nur bewusst die Sachen an seinem Schreibtisch zu haben, die wirklich benötigt werden.

Wie ich das mache? Lest selbst.

1. Ein kleiner Schreibtisch reicht.

Die Erfahrung zeigt, dass ein großer Schreibtisch nicht dazu führt mehr Platz zu haben. Sondern das Gegenteil tritt ein, der gesamte Platz wird genutzt. Jeder freie Zentimeter wird mit unglaublich wichtigen Dingen vollgestellt. In der Regel verstauben die meisten dieser Dinge mit der Zeit, dienen als Ablageort oder als Hotspot für unkontrollierbares Chaos. Deko-Artikel sind zum Beispiel Sachen, die auf einem Schreibtisch nichts verloren haben, denn hier soll man sich konzentrieren und nicht durch unnötigen Schnick Schnack ablenken lassen. Ein kleiner Schreibtisch beugt hier der reinen Möglichkeit vor, unnützes auf dem Schreibtisch unterzubringen. Ich persönlich zum Beispiel, hatte früher gerne eine externe Festplatte mit auf dem Schreibtisch stehen. Genutzt hatte ich sie selten, dafür aber als Untersetzer für meinen Kaffee gebraucht, wohl nicht sinnvoll.

2. Schreibtischschubladen, mehr als eine ist unnötig.

Ein Ort für Unordnung und das Horten von unendlich vielen Dingen die selten, bis nie genutzt werden, sind unzählige Schubladen. Schubladen haben mich immer dazu ermutigt aufzuräumen und alles ordentlich wegzuräumen. Das ist natürlich erstmal positiv, aber zwei Punkte bringen mich zu meinem Standpunkt, dass mehr als eine Schublade unnötig ist.

Zunächst einmal räume ich zwar auf, sortiere aber nicht aus. Alle Radiergummis kommen an einen Platz, alle Stifte kommen an einen anderen Platz und alle Post it bekommen natürlich auch ihren Lagerplatz zugewiesen. Nun nutze ich aber nie einen Bleistift. Warum brauche ich also eine Sammlung von Zehn benutzten und original verpackten Radiergummis? Für die theoretische Möglichkeit, dass ich irgendwann einmal etwas mit einem Bleistift schreibe, den ich nicht besitze und das dann wegradieren möchte? Genauso ergeht es mir mit den Post it oder auch den Stiften, denn ich benutze sowieso immer nur einen Stift. Ein Ersatzstift ist in der Küche, das reicht. Die Kollektion von 25 geschenkten Kugelschreibern, die zumeist sowieso nicht richtig gut schreiben, ist also nicht nötig. Wer hier ordentlich aussortiert und sich fragt, ob er die Dinge alle wirklich braucht, der spart sich schon mal eine ganze Menge an Schubladen ein.

Außerdem neige ich dazu Dinge in einer Schublade zu verstauen, wenn ich nicht wirklich weiß, wo sie nun hin sollen. Damit versumpfen die Schubladen mit der Zeit aber, werden unordentlich und das eigentliche Argument für die Vielzahl an Schubladen wird obsolet, denn die Ordnung ist weg.

Aus meiner Sicht ist lediglich eine Schublade wichtig, in der nur eine überschaubare Anzahl an Gegenständen Platz findet. Die eine Schublade ermöglicht es nämlich den Schreibtisch in kurzer Zeit komplett leer zu räumen. In meiner Schublade findet sich nur der Laptop, das Ladekabel, ein Tablet, ein Stift und der Timer meiner Frau. 

3. Deinen Schreibtisch organisieren? Stell dir vor du bist ein digitaler Nomade!

Ich persönlich stelle mir mit meinem Schreibtisch immer, vor ich wäre ein digitaler Nomade und ich müsste mein gesamtes Home Office in einen 40 oder 65 Liter fassenden Rucksack packen. Der Schreibtisch an dem ich arbeite ist ein Co-Working Platz oder noch besser ein kleiner Tisch in einem sonnigen Land. Entsprechend muss ich auch mein Office organisieren. Ich muss alles schnell wegpacken können, da ich nichts liegen lassen kann. Ich darf aber auch nicht viele Dinge haben, denn 40 Liter sind wenig für ein ganzes Büro plus Kleidung und Fotoausrüstung.

Geht man seinen Schreibtisch von diesem Standpunkt an, dann wird es sehr viel weniger, was man wirklich noch direkt am Schreibtisch braucht.

Ich gebe aber zu, auch ich besitze zu Hause einen Locher und einen Tacker. Diese bewahre ich aber dort auf, wo ich sie auch wirklich brauche, bei den Unterlagen. Diese könnte man natürlich aber auch im Schreibtisch unterbringen, wenn hier entsprechender Platz ist.

4. Ablagefächer, wozu?

ls ich noch im Lehramts-Referendariat war, hatte ich mir auch einmal Ablagefächer gekauft, weil ich dachte die bräuchte ich dann für die Unterlagen und Briefe, die ich nicht sofort wegsortieren kann. Also wanderten Notizen, Mitschriften, Kopien alle möglichen Schreiben und Informationen in der Ablage, um später einmal sortiert, ausgewertet und passend archiviert zu werden. Nach einer Weile hatte sich dies dann auch alles in der Ablage eingefunden. Dort lagen dann wild alle möglichen Papiere und ganze vollgeschriebene Collageblöcke durcheinander, obwohl ich mir den festen Vorsatz gefasst hatte, alles direkt zu sortieren. Am Ende des Schuljahres begann die große Arbeit alles wieder auseinander zu klamüsern und endete recht schnell im Reißwolf. Mir kam die Erkenntnis, dass Informationen, die ich ein Jahr gehortet hatte, ohne sie zu benutzen keinen Mehrwert für mich hätten, denn dann hätte ich sie direkt weiterverarbeitet.

Nun ist das Referendariat natürlich eine berufliche Situation, aber im Privaten verhält es sich ähnlich. Werden Schreiben, Informationen oder ähnliches nicht richtig abgelegt und landen nur in der Ablage dann kommt irgendwann das große Drama, wenn alles sortiert werden muss oder man dringend Unterlagen braucht und diese nicht findet. Meine Rat daher, in keinem Fall eine Ablage anschaffen, anstatt dessen lieber meinen nächsten Tipp beachten.

5. Die zwei Minuten Regel.

Tue alles sofort, was in zwei Minuten erledigt werden kann. Kommt etwa der Jahreskontoauszug des Sparkontos und es gibt keine Notwendigkeit einer intensiven Prüfung, dann sollte man diesen sofort richtig wegheften und die Sache ist erledigt. Auf keinen Fall in eine Ablage packen.

Nach dieser Regel ist ebenfalls mein Schreibtisch organisiert, denn ich kann in nur zwei Minuten alles abräumen, in meiner Schublade verstauen und habe damit alles aufgeräumt.

Übrigens diese Regel gilt nicht nur für die Ordnung auf dem Schreibtisch, sondern auch für viele andere Bereiche, wie etwa das Einräumen der Kaffeetasse in die Spülmaschine oder das Wegräumen der schmutzigen Wäsche in den Wäschekorb.

Auch hier kann die Überlegung des digitalen Nomaden herangezogen werden, denn wer möchte seinen Schreibtisch in einem Co-Working Space schon lange aufräumen, wenn er seinen Arbeitsplatz verlässt, um die schönen Seiten des fremden Landes zu erforschen, in dem man sich gerade aufhält. Ich denke zwei Minuten sind hier ein guter Richtwert.

 

6. Was gehört alles auf den Schreibtisch?

Die Frage sollte nach dem bisher geschriebenen vielleicht eher lauten, ob überhaupt etwas auf dem Schreibtisch stehen darf. Die Antwort lautet ja. Eine Lampe darf auf dem Schreibtisch stehen bleiben, auch nachdem aufgeräumt wurde. Alles andere muss aber weg.

7. Dein Schreibtisch und dein Kleinkind.

Mit vier kleinen Kindern zu Hause habe ich schon einige Erfahrungen mit dem Ausräumen des Schreibtischs gemacht. Auch deswegen bevorzuge ich inzwischen eine Schublade und in dieser nur wenige Sachen. Der Vorteil liegt auf der Hand. Entweder die Lieben kommen erst gar nicht an diese eine Schublade dran oder es befinden sich nur so wenige Dinge in ihr, dass sie kaum Unordnung anstellen können.

8. Was, wenn ich doch mehr Platz benötige?

Natürlich kommt es vor, dass mehr Platz benötigt wird, als die Schublade bieten kann und dennoch die Notwendigkeit besteht zusätzliche Dinge beim Schreibtisch zu lagern. Denkbar sind hier etwa der Student, der für eine Klausur oder Hausarbeit Literatur benötigt oder auch zusätzliche Hilfe bei der Steuererklärung geboten ist. Diese Sachen verschwinden aber auch wieder nachdem sie benutzt wurde. Ist die Klausur geschrieben, die Hausarbeit erledigt oder die Steuererklärung beim Finanzamt, können diese Sachen wieder weg.

Am besten wäre für einen solchen Fall ein schon vorhandenes Regal neben dem Schreibtisch, in dem diese Hilfsmittel gelagert werden können. Gibt es diese nicht empfehle ich ein Regal über dem Schreibtisch. Damit besteht nämlich weiterhin die Möglichkeit den Schreibtisch komplett leer zu räumen, indem die Bücher für die Hausarbeit schlicht auf das Regal gelegt werden.

Zusammenfassung

Mein kurz Zusammenfassung für einen ordentlichen Schreibtisch lautet weniger ist mehr. Weniger Platz, weniger Dinge, weniger Ablagemöglichkeiten und alles in zwei Minuten verstaut.  Denke immer du bist ein digitaler Nomade und musst mit wenigen Dingen auskommen, die du immer ordentlich halten musst. Schaffst du das, dann wird dein Schreibtisch in Zukunft nicht mehr im Chaos versinken, sondern ein Ort sein, an dem du gerne arbeitest.

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Bildquellen

  • igor-son-Nod1nQ0i5a0-unsplash: https://unsplash.com/photos/Nod1nQ0i5a0