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Wer den Begriff Hessenpark hört, denkt wohl zunächst mal an Fachwerkhäuser. Dabei ist das Freilichtmuseum in der Nähe von Frankfurt so viel mehr. Was euch dort erwartet und warum sogar unsere Kinder gerne dorthin gehen, könnt ihr in diesem Beitrag lesen. 

Kindheitserinnerungen

Ich kann mich noch erinnern. Als ich klein war, war ich mal mit meiner Großmutter im Hessenpark. Meine Erinnerungen daran waren aber alles andere als positiv. Ich fand es unglaublich langweilig und immer wenn jemand vom Hessenpark erzählte, war mein Standardspruch: „Da war ich mal mit meiner Oma als ich klein war. Das Beste an dem Ausflug war die Kugel Zitroneneis, die es danach gab.“ Da es meinem Mann so ähnlich erging, haben wir lange Zeit einen großen Bogen um den Hessenpark gemacht.

Da ist es nicht verwunderlich, dass wir zunächst nicht sonderlich begeistert waren, als uns Freunde fragten, ob wir mit in den Hessenpark kommen wollten. Während ich darüber nachdachte, kam mir in den Sinn, dass ich auch mal ähnlich über den Palmengarten in Frankfurt gedacht hatte (Den Blogbeitrag, warum der Palmengarten einen Besuch wert ist, findest du hier). Auf Grund von negativen Erfahrungen in der Jugend wollte ich lange Zeit nicht wieder dort hin, als wir dann doch mal wieder einen Tag dort verbrachten, war ich total begeistert. 

Also beschloss ich, dass wir auch dem Hessenpark noch eine Chance geben sollten, und wir wurden positiv überrascht. 

 

Ein kleiner Rundgang

Das Freilichtmuseum Hessenpark ist in Baugruppen aufgeteilt, welche die unterschiedlichen Dorfformen verschiedener hessischer Regionen repräsentieren sollen. Die hier stehenden Häuser wurden an ihren ehemaligen Standorten abgetragen, im Hessenpark zwischengelagert und dort nach und nach wieder aufgebaut, um sie zu erhalten. Noch immer warten viele Gebäude darauf, wieder errichtet zu werden. Beim Gang durch den Hessenpark findet man immer wieder solche Lager, die mit roten Dächern die Gebäudeteile vor der Witterung schützen, bis diese wieder zusammengesetzt und präsentiert werden. 

Betritt man den Hessenpark, landet man zunächst recht zügig auf dem Marktplatz. Hier werden traditionell gebackenes Brot, handgemachte Bürsten oder auch geflochtene Körbe und Souvenirs zum Kauf angeboten. Außerdem gibt es zwei Restaurants in denen hessische Küche serviert wird. 

Setzt man seinen Weg fort, hat man die Möglichkeit in die Häuser hinein zu gehen. Dargestellt werden dort traditionelle Techniken wie z.B. das Spinnen, Schmieden oder Weben, Töpfern, Besenbinden und Köhlern. Zusätzlich erfährt man viel wissenswertes über alte landwirtschaftliche Methoden und das damalige alltägliche Leben. Über das Jahr verteilt finden im Hessenpark außerdem viele Veranstaltungen und Ausstellungen statt, was für Abwechslung sorgt. 

Und doch noch so viel mehr zu entdecken

All die oben genannten Stationen sind interessant, können für Kinder aber auch schnell mal langweilig werden. Mir ging es in meiner Kindheit wohl nicht anders. Allerdings ist das noch längst nicht alles. Der Hessenpark ist sehr viel weitläufiger als gedacht, und es gibt auch für Kinder viel Spannendes zu entdecken. 

Der Waldentdeckungspfad

Zu erwähnen wäre beispielsweise der Waldentdeckungspfad. An diesem Pfad findet man viele unterschiedliche Stationen. Beispielsweise müssen typische Waldtiere im Dickicht gefunden werden. An der nächste Stationen gibt es Löcher, in die man hineingreifen kann, um den Inhalt zu erfühlen oder Knöpfe zu drücken, um verschiedene Waldgerüche zu unterscheiden. Danach können die Unterschiede der Holzsorten durch ihren Klang entdeckt werden. Unsere Kinder haben jedes Mal großen Spaß dabei. 

Der Pfad der Sinne

Eines unserer Highlights ist jedes Mal der Pfad der Sinne. Hierbei handelt es sich um einen Barfußpfad. Schuhe aus und mit nackten Füßen über verschiedene Untergründe laufen. Beispielsweise Kies, Sand, Stroh, Rindenmulch aber auch Zapfen, Baumstämme oder Heu. Es ist spannend zu entdecken, wie sich die verschieden Materialien unter den Füßen anfühlen, und das ist auch nicht immer angenehm, macht aber viel Spaß. 

Der Trimm-dich-Pfad

Begeistert sind die Kinder auch immer vom Trimm-dich-Pfad. Entlang einer Strecke von 800 m stehen verschiedene „Sportgeräte“ aus Holz zur Verfügung, um sich sportlich zu betätigen. An einem Seil hinaufklettern, Liegestütze, Klimmzüge, Gewichte stemmen, Hangeln, Sit Ups oder Hindernislauf sind nur ein paar der angebotenen Möglichkeiten, um sich so richtig auszupowern. 

Und noch mehr

Zwischen den verschieden hessischen Baugruppen gibt es außerdem viele Wiesen und Felder. Man findet hier Tiere wie Esel, Schweine oder Hühner. Außerdem stehen Bänke und Picknicktische bereit. Dort kann man wunderbar eine kleine Pause einlegen, sich stärken und die wunderschöne Aussicht genießen. 

Auch einen Spielplatz findet man im Hessenpark. Den haben wir aber ehrlich gesagt noch nie aufgesucht, weil wir so viel Zeit mit all den anderen dargebotenen Möglichkeiten verbracht haben. Meistens haben wir eher Mühe rechtzeitig den Park vor Schluss zu verlassen, weil es so viel zu entdecken gibt. 

Wir kommen auf jeden Fall wieder!

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